Drama in der Nachspielzeit: LASK stürmt mit 3:2-Auswärtssieg in Salzburg auf Platz zwei

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Drama in der Nachspielzeit: LASK stürmt mit 3:2-Auswärtssieg in Salzburg auf Platz zwei

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Der LASK hat in der 26. Runde der ADMIRAL Bundesliga ein kräftiges Ausrufezeichen im Meisterrennen gesetzt. In einer hochdramatischen Partie setzten sich die Linzer bei Red Bull Salzburg mit 3:2 (1:1) durch. Während Didi Kühbauer seinen ersten Auswärtssieg in der Meistergruppe feiern durfte, hält die Heim-Misere der Salzburger unter Daniel Beichler weiter an.

Die Vorzeichen vor diesem wegweisenden Duell waren klar: Beide Teams hielten bei 22 Punkten, dem Sieger winkte der zweite Tabellenplatz und der Anschluss an Spitzenreiter Sturm Graz. Während LASK-Trainer Didi Kühbauer auf dieselbe Startelf vertraute, die zuletzt die Wiener Austria mit 4:1 vom Platz gefegt hatte, rotierte Salzburgs Coach Daniel Beichler im Vergleich zum Erfolg in Hartberg auf drei Positionen. Anrie Chase, Stefan Lainer und Kerim Alajbegovic rückten neu in die Anfangsformation der Mozartstädter.

Nach einem anfänglichen Abtasten zeigten sich die Gäste aus Oberösterreich eiskalt. Bereits in der achten Minute verlängerte Oumar Cissé eine Flanke von Sascha Horvath unhaltbar für ÖFB-Teamtorhüter Alexander Schlager ins Netz. Die Linzer agierten aus einer kompakten 5-3-2-Defensivordnung heraus äußerst diszipliniert und lauerten auf Umschaltmomente. Salzburg brauchte etwas Zeit, um Lücken in diesem Abwehrbollwerk zu finden, schlug dann aber in der 29. Minute zu. Ein tiefer Ball von Chase fand Frans Krätzig, der blitzschnell auf Karim Konaté querlegte – der Stürmer musste nur noch zum 1:1-Pausenstand einschieben.

Schlagabtausch nach dem Seitenwechsel

Nach dem Pausentee drückte zunächst der LASK dem Spiel seinen Stempel auf. Vor allem der pfeilschnelle US-Amerikaner Samuel Adeniran sorgte auf dem linken Flügel immer wieder für enorme Gefahr. In der 62. Minute belohnte sich die Kühbauer-Elf für ihre couragierte Auswärtsleistung: Adeniran ließ Chase stehen, zog an die Grundlinie und servierte den Ball maßgerecht für den völlig freistehenden Sasa Kalajdzic. Der ÖFB-Nationalspieler ließ sich diese Chance nicht entgehen und stellte auf 2:1 für die Linzer.

Salzburg warf in der Schlussphase alles nach vorne. LASK-Schlussmann Lukas Jungwirth musste sich unter anderem bei einem exzellent getretenen Freistoß von Alajbegovic mächtig strecken, um den Ball noch an den Pfosten zu lenken (79.). Die Angriffsbemühungen der Hausherren schienen in der ersten Minute der Nachspielzeit endlich Früchte zu tragen: Maurits Kjaergaard verwertete eine abgefälschte Flanke per Volley zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich (90.+1).

Das goldene Händchen des Didi Kühbauer

Das Momentum schien nun bei den Bullen zu liegen, doch die Nachspielzeit hatte noch eine finale Pointe parat. Es war die 95. Minute, als eine Co-Produktion der Linzer Einwechselspieler das Spiel entschied. Der eingewechselte Christoph Lang verlängerte den Ball in die Gefahrenzone, wo Salzburgs Krätzig nicht konsequent klären konnte. Xavier Mbuyamba bedankte sich und schob den Ball eiskalt zum 3:2-Endstand in die Maschen. Kurz zuvor durfte beim LASK zudem noch Sascha Flecker ein besonderes Jubiläum feiern: Er kam zu seinem 200. Einsatz in der höchsten österreichischen Spielklasse.

Mit diesem späten Auswärtscoup klettert der LASK auf den zweiten Tabellenrang und rückt bis auf einen Punkt an Tabellenführer Sturm Graz heran. Red Bull Salzburg muss hingegen einen herben Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft hinnehmen und wartet unter Daniel Beichler weiterhin auf den ersten Sieg vor heimischem Publikum.