LASK greift nach dem Double: 3:1-Heimsieg beendet Rapids Meisterträume
Inhaltsverzeichnis
- Rapid dominiert die Anfangsphase
- Die Athletiker drehen auf
- Joker Usor sorgt für die Entscheidung
- Fazit und Ausblick
LASK greift nach dem Double: 3:1-Heimsieg beendet Rapids Meisterträume
Nur 72 Stunden nach dem historischen ersten Cuptitel seit 61 Jahren hat der LASK in der ADMIRAL Bundesliga den nächsten großen Schritt in Richtung Double gemacht. In einem packenden Spitzenspiel der 30. Runde besiegten die Linzer in der ausverkauften Raiffeisen Arena den SK Rapid mit 3:1 (0:1). Während die Athletiker unter Cheftrainer Didi Kühbauer damit die Tabellenführung verteidigen, sind die Meisterträume der Hütteldorfer endgültig geplatzt.
Die Ausgangslage vor dem Anpfiff hätte spannender kaum sein können: Sowohl der LASK als auch der SK Rapid hatten es vor diesem Spieltag als einzige Teams in der eigenen Hand, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. LASK-Trainer Didi Kühbauer rotierte trotz der 120 intensiven Pokal-Minuten kaum und brachte lediglich Krystof Danek für Moses Usor. Rapids Chefcoach Johannes Hoff Thorup vertraute auf jene Formation, die zuletzt gegen Salzburg überzeugte, musste jedoch den gesperrten Nenad Cvetkovic durch Jannes Horn ersetzen.
Rapid dominiert die Anfangsphase
Die Gäste aus Wien-Hütteldorf starteten wacher in die Begegnung und ließen den Hausherren in der Anfangsphase wenig Raum zur Entfaltung. Rapid dominierte die Zweikämpfe und belohnte sich früh für den couragierten Auftritt: Nach einer präzisen Flanke von Bendegúz Bolla auf den zweiten Pfosten legte Zielspieler Ercan Kara den Ball per Kopf scharf zur Mitte. Janis Antiste reagierte am schnellsten und spitzelte das Leder aus kurzer Distanz an LASK-Schlussmann Lukas Jungwirth vorbei ins Netz (12.).
Der LASK tat sich in dieser Phase sichtlich schwer, die Strapazen des Cup-Finales aus den Beinen zu schütteln. Abgesehen von einem Distanzschuss des engagierten Joao Tornich und einer Halbchance von Sasa Kalajdzic blieben zwingende Möglichkeiten der Linzer im ersten Durchgang Mangelware.
Die Athletiker drehen auf
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der frischgebackene Cupsieger jedoch wie ausgewechselt – und das, obwohl Rapid beinahe durch einen Konter über den agilen Ercan Kara die Führung ausgebaut hätte. Doch in der 52. Minute platzte der Knoten bei den Linzern: Sascha Horvath initiierte einen Angriff über die Strafraumkante, nutzte Sasa Kalajdzic gekonnt als Wandspieler und versenkte den perfekt temperierten Rückpass flach und unhaltbar für Rapid-Keeper Niklas Hedl zum 1:1-Ausgleich.
Der Treffer wirkte wie ein Weckruf. Nur zehn Minuten später stand erneut Kalajdzic im Mittelpunkt, als er im Strafraum von Serge-Philippe Raux-Yao von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte der US-Amerikaner Samuel Adeniran nervenstark mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck (62.). Rapid verlor in dieser Phase zunehmend den Zugriff auf das Spiel, während der LASK mit breiter Brust auf die Vorentscheidung drängte.
Joker Usor sorgt für die Entscheidung
Den endgültigen Schlusspunkt unter eine mitreißende zweite Halbzeit setzte der eingewechselte Moses Usor. Nach einer kurz abgespielten Ecke kam der Nigerianer an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss. Sein wuchtiger Flachschuss fand den Weg durch die verdeckte Sicht von Hedl ins Netz und besiegelte das 3:1 (75.).
Rapid versuchte in der Schlussphase zwar noch einmal alles und warf frische Offensivkräfte wie Yusuf Demir und Andreas Weimann in die Partie, fand jedoch keine Lücken mehr im kompakten Linzer Abwehrverbund. Zu allem Überfluss verlor Rapid-Kapitän Matthias Seidl in der Nachspielzeit nach einem frustrierten Foulspiel an Melayro Bogarde die Nerven und wurde mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt (90.+7).
Fazit und Ausblick
Durch diesen enorm wichtigen Heimsieg behauptet der LASK seine Position an der Tabellenspitze und geht mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf den ersten Verfolger Sturm Graz in die letzten beiden Runden der ADMIRAL Bundesliga. Die Linzer haben das sensationelle Double weiterhin fest im Visier. Für den SK Rapid hingegen ist das Rennen um die Meisterschale nun auch rechnerisch vorbei; die Hütteldorfer müssen sich in den verbleibenden Spielen auf die Absicherung eines internationalen Startplatzes konzentrieren.









