2:1-Heimsieg dank Boguo-Kopfball: SV Ried stößt Tor zum Europacup gegen Rapid weit auf

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2:1-Heimsieg dank Boguo-Kopfball: SV Ried stößt Tor zum Europacup gegen Rapid weit auf

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Dank gnadenloser Effizienz bei Standardsituationen und einer kompakten Mannschaftsleistung hat die SV Ried das erste Duell im Playoff-Finale gegen ein phasenweise ideenloses Rapid Wien knapp, aber verdient mit 2:1 für sich entschieden.

Für Ried-Cheftrainer Maximilian Senft war es ein besonders emotionaler Abend. Es war sein erstes Spiel an der Seitenlinie nach der offiziellen Bekanntgabe, dass er die Oberösterreicher mit Saisonende in Richtung des deutschen Zweitligisten Karlsruher SC verlassen wird. Seine Mannschaft – die sich dieses Finalticket erst durch einen hart umkämpften 2:1-Sieg über den Wolfsberger AC gesichert hatte – schien ihm zum Abschied unbedingt ein Geschenk machen zu wollen.

Turbulente Anfangsphase mit Aluminium-Pech und Rieder Führung

Beide Defensivreihen wirkten in den ersten Minuten merkwürdig unsortiert. Die Gäste aus Hütteldorf versuchten, die Rieder früh mit einem hohen Pressing unter Druck zu setzen, offenbarten dabei aber gravierende Lücken in der Rückwärtsbewegung. Bereits nach acht Minuten musste Ried-Schlussmann Andreas Leitner sein ganzes Können aufbieten, um einen hochkarätigen Abschluss des agilen Dahl nach einem schnellen Konter abzuwehren. Zuvor hatte bereits Ercan Kara per Fallrückzieher artistisch, aber erfolglos den Abschluss gesucht.

Auf der Gegenseite zeigte sich die SV Ried ballsicherer und spielfreudiger. In der 12. Minute stockte den mitgereisten Rapid-Fans der Atem: Ein satter Schuss von Nicolas Bajlicz wurde vom Rapid-Innenverteidiger Ahoussou unhaltbar abgefälscht und klatschte krachend an die Querlatte. Nur drei Minuten später durften die Hausherren dann jubeln. Nach einem kurz ausgeführten Eckball zirkelte Nasrawe den Ball maßgenau an den langen Pfosten, wo Nikki Havenaar goldrichtig stand und zur 1:0-Führung einköpfte (15.).

Die intensivsten Zweikämpfe, die taktischen Finessen und den ausgelassenen Jubel der Innviertler nach dem Führungstreffer haben wir für Sie in unserer Bildergalerie zum Durchklicken festgehalten.

Rapid sucht den Zugriff, Ried bleibt gefährlich

Die Mannschaft aus Wien-Penzing wirkte nach dem Gegentreffer sichtlich verunsichert. Zwar bemühte sich Rapid um Spielkontrolle, doch das hohe Anlaufen verpuffte meist wirkungslos. Die Rieder verstanden es exzellent, die sich bietenden Räume im Mittelfeld zu nutzen und ließen Ball und Gegner laufen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff schnupperte Rapid noch einmal am Ausgleich, als Amane nach einem starken Dribbling von Dahl den Ball nur haarscharf am langen Eck vorbeisetzte (44.).

Auch in der zweiten Halbzeit, die Ried verletzungsbedingt ohne Michael Sollbauer (für ihn kam Rossdorfer) bestreiten musste, blieb die große grün-weiße Schlussoffensive vorerst aus. Rapid-Torhüter Niklas Hedl musste sich bei einem Distanzschuss des Südafrikaners Maart mächtig strecken (54.), während auf der Gegenseite die Rieder Abwehrreihe standhielt.

Der späte Doppelschlag entscheidet die Partie

In der Schlussviertelstunde überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst war es der an diesem Abend auffälligste Rapidler, Dahl, der sich auf dem linken Flügel robust durchsetzte. Seine präzise Flanke fand Romeo Amane, der das Leder mit einer sehenswerten Volley-Abnahme unhaltbar zum 1:1 in die Maschen hämmerte (75.).

Doch die Freude der Hütteldorfer währte keine 120 Sekunden. Die SV Ried antwortete im Stile einer Spitzenmannschaft: Ein weiter Einwurf segelte in den Strafraum, wo Boguo hochstieg. Sein Kopfball wurde von Rapids Serge-Philippe Raux-Yao noch unglücklich rasiert, sodass Hedl im Tor keine Abwehrchance blieb – das 2:1 für die Innviertler (77.).

Trotz einer Schlussoffensive und zahlreicher Wechsel aufseiten Rapids – unter anderem kamen Schaub, Borkeeiet und Furkan Demir – brachte die Senft-Elf den knappen, aber verdienten Vorsprung souverän über die Zeit. Die SV Ried bestätigt damit ihre starke Saisonbilanz gegen Rapid und reist nun mit breiter Brust zum entscheidenden Rückspiel am Montag nach Wien.