Tränen in Linz, Jubel bei den Rotjacken: GAK schießt Blau-Weiß in die 2. Liga

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Tränen in Linz, Jubel bei den Rotjacken: GAK schießt Blau-Weiß in die 2. Liga

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GAK feiert Klassenerhalt: Blau-Weiß Linz tritt bitteren Gang in die Zweitklassigkeit an

Es war das Spiel der letzten Chance für Blau-Weiß Linz, doch am Ende feierte der Grazer AK: Mit einem 3:0-Auswärtssieg im ausverkauften Donauparkstadion haben die Steirer ihren Verbleib in der höchsten Spielklasse eindrucksvoll besiegelt.

Die Vorzeichen im ausverkauften Linzer Donauparkstadion hätten an diesem verregneten Samstagabend dramatischer nicht sein können: Die Gastgeber von Trainer Gerald Köllner benötigten zwingend einen Sieg, um sich aufgrund der vorteilhaften Punkteteilungs-Regelung des Grunddurchgangs an den Grazern vorbeizuschieben. Für das Team von GAK-Coach Ferdinand Feldhofer reichte hingegen bereits ein Unentschieden zum großen Ziel.

Blitzstart der Grazer

Nachdem sich der Nebel der intensiven Fan-Choreographien verzogen hatte, starteten die Gäste auf dem seifigen Untergrund deutlich griffiger in die Partie. Bereits in der sechsten Minute belohnte Christian Lichtenberger den ambitionierten Auftritt der “Rotjacken”. Nach einem Ballgewinn im Gegenpressing zog der Spielmacher aus rund 20 Metern ab und hämmerte den Ball via Innenstange unhaltbar für Blau-Weiß-Schlussmann Nicolas Mantl in die Maschen. Einen optischen Eindruck dieses frühen Schockmoments sowie die emotionalsten Szenen der hart umkämpften Partie finden Sie in unserer angehängten Fotogalerie.

Die Hausherren zeigten sich in der Folge spürbar bemüht, fanden aber gegen die kompakte Fünferkette der Steirer, die im Mittelfeld clever von Romeo Olesen abgeschirmt wurde, kaum ein Durchkommen. Zwar forderten die Linzer nach einem Zweikampf von Top-Torjäger Ronivaldo im Strafraum vehement einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Julian Weinberger ließ nach Rücksprache mit dem VAR weiterspielen (7.). Die beste Ausgleichschance im ersten Durchgang vereitelte GAK-Stürmer Paul Hofleitner, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eine gefährliche Hereingabe von Shon Weissman in höchster Not vor der eigenen Torlinie blockte (45.+5).

Hofleitner sorgt für die Vorentscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Linzer keine probaten spielerischen Mittel gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Grazer, denen der Erfolgsdruck nun spürbar weniger im Nacken saß. In der 52. Minute folgte der entscheidende Nackenschlag für Blau-Weiß: Nach einem schnellen Umschaltmoment trug Ramiz Harakate den Ball stark nach vorne, Olesen übernahm und legte präzise quer. Hofleitner stand im Zentrum goldrichtig und schob eiskalt zum 2:0 ein.

Linz warf in der letzten halben Stunde alles nach vorne, scheiterte aber wiederholt am überragend reagierenden GAK-Keeper Jakob Stolz. Besonders bei einem wuchtigen Abschluss von Manuel Maranda aus kurzer Distanz reagierte Stolz glänzend und hielt die Null fest (65.). Die zunehmende Frustration auf den Rängen entlud sich in einem unschönen Vorfall, als GAK-Verteidiger Pines von einem aus dem Publikum geworfenen Becher im Gesicht getroffen wurde – eine Szene, die den bedrückenden Nachmittag der Hausherren passend zusammenfasste.

Maderners feuriger Schlusspunkt

In der Schlussphase riskierten die Gastgeber mit zahlreichen Wechseln alles und boten den Steirern dadurch enorme Räume zum Kontern. Den endgültigen Schlusspunkt unter diese nervenaufreibende Saison setzte der eingewechselte GAK-Kapitän Daniel Maderner. Von Tobias Koch perfekt in die Schnittstelle geschickt, umkurvte er in der Nachspielzeit Torwart Mantl und schob zum 3:0-Endstand ein (90.+1).

Bei seinem Jubel sorgte Maderner für ein kurioses Highlight: Er zog eine Feuer-Energie-Karte aus dem bekannten Pokémon-Sammelkartenspiel aus seinem Stutzen – ein augenzwinkerndes Symbol für den unbändigen Willen und die Energie der Grazer an diesem Spieltag.


Ausblick: Der Titelkampf elektrisiert das Land

Während im Tabellenkeller die Würfel nun endgültig gefallen sind, blickt Fußball-Österreich am morgigen Sonntag gespannt auf das Meisterrennen – und erneut steht ein indirektes Duell zwischen Linz und Graz im Fokus. Der LASK gastiert um 14:30 Uhr bei der Wiener Austria und kann aus eigener Kraft den Meistertitel fixieren. Zeitgleich empfängt der SK Sturm Graz im direkten Fernduell den SK Rapid Wien und muss bei einem eigenen Sieg auf einen Ausrutscher der Athletiker hoffen.