Grazer 99ers sichern sich Platz eins mit Auswärtssieg in Linz
Inhaltsverzeichnis
- Special Teams machen früh den Unterschied
- Ein offener Schlagabtausch im Mittelabschnitt
- Empty-Net-Entscheidung im Schlusskrimi
Grazer 99ers krönen sich in Linz zum Grunddurchgangssieger
Im entscheidenden Duell der 52. Runde der win2day ICE Hockey League ließen die Grazer 99ers nichts mehr anbrennen. Mit einem hart umkämpften 3:1-Auswärtserfolg bei den Black Wings Linz sicherte sich das Team aus der Steiermark den ersten Platz in der Tabelle und geht mit maximalem Rückenwind in die bevorstehenden Playoffs.
Die Ausgangslage vor dem Spiel in der Linzer Eisarena war klar: Die Grazer brauchten einen Sieg, um die Tabellenführung im Grunddurchgang endgültig zu fixieren. Dementsprechend konzentriert starteten die Gäste, auch wenn die Hausherren aus Oberösterreich in den ersten Minuten zunächst deutlich physischer agierten und das Tempo diktierten.
Special Teams machen früh den Unterschied
Nachdem die erste Drangphase der Linzer überstanden war, fanden die Steirer besser in die Partie und nahmen das hohe Tempo an. Eine Strafzeit gegen den Linzer Luka Maver wegen Beinstellens in der neunten Minute brachte die Wende im ersten Drittel: Manuel Ganahl nutzte die nummerische Überlegenheit eiskalt aus und brachte die Grazer 99ers in Führung. Im Anschluss kochten die Emotionen auf dem Eis merklich hoch, was die Bedeutung dieser Partie für beide Teams unterstrich. Weitere nennenswerte Chancen blieben im ersten Abschnitt jedoch aus, sodass es mit der knappen 1:0-Führung für die Gäste in die erste Pause ging.
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Ein offener Schlagabtausch im Mittelabschnitt
Das zweite Drittel begann mit einem Paukenschlag der Grazer. Trevor Swaney baute die Führung in der 25. Minute auf 2:0 aus und sorgte zunächst für etwas Ruhe auf der Gästebank. Doch die Antwort der Black Wings ließ nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später bescherte eine Strafe gegen den Grazer Thomas Koch den Hausherren ein Powerplay. Brian Lebler, der Routinier der Linzer, stand goldrichtig und erzielte den wichtigen 1:2-Anschlusstreffer.
In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das sich phasenweise stark in der neutralen Zone abspielte. Linz versuchte immer wieder, durch Offensivaktionen den Ausgleich zu erzwingen – insbesondere Graham Knott hatte in der 35. Minute eine hochkarätige Möglichkeit –, doch die Grazer Defensive hielt dem Druck stand.
Empty-Net-Entscheidung im Schlusskrimi
Im letzten Drittel lieferten sich beide Mannschaften einen wahren Abnutzungskampf. Strafen gegen die Linzer Andreas Kristler (Stockschlag) und Emilio Romig/Moro (Spielverzögerung) nahmen den Gastgebern wertvolle Zeit für eine Schlussoffensive. Erst in den letzten fünf Minuten bauten die Black Wings noch einmal massiven Druck auf und schnürten die Grazer zeitweise im eigenen Drittel ein.
Um alles auf eine Karte zu setzen, nahmen die Linzer kurz vor Schluss ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Dieses Risiko wurde jedoch nicht belohnt: 14 Sekunden vor der Schlusssirene eroberten die Grazer den Puck, und Collins traf zur endgültigen Entscheidung ins leere Tor. Mit diesem 3:1-Sieg besiegeln die Grazer 99ers eine herausragende reguläre Saison und gehen als Tabellenerster in die entscheidende Phase der Meisterschaft.









