LASK Linz vs. Austria Wien | Bundesliga 2025/26

Herzschlagfinale in Linz: LASK erkämpft sich nach Fehlstart die ersten Saisonpunkte
Nach einer wahren Zitterpartie und einem emotionalen Kraftakt sichert sich der LASK mit einem 2:1-Heimsieg gegen Austria Wien die ersten, so dringend benötigten Punkte der noch jungen Saison. Ein unglückliches Eigentor, ein Elfmeter und eine Nachspielzeit, die an den Nerven zerrte, machten das Duell zu einem denkwürdigen Abend in der Raiffeisen Arena.
Der Druck war spürbar. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart standen die Athletiker bereits im dritten Spiel unter Zugzwang. Doch der Auftakt geriet zur absoluten Katastrophe. Verunsichert und ohne Zugriff auf das Spielgeschehen, schienen die Linzer von der Rolle. Die kalte Dusche folgte prompt in der 6. Minute: Nach einer scharfen Hereingabe der Wiener lenkte Modou Kéba Cissé den Ball unglücklich ins eigene Netz. 0:1 – der Fehlstart war perfekt. Laute Pfiffe hallten von den Rängen, die Gesichter der Fans sprachen Bände.
Doch wer dachte, die Mannschaft würde zerbrechen, sah sich getäuscht. Der Gegentreffer wirkte wie ein Weckruf. Langsam, aber sicher kämpfte sich der LASK in die Partie. Die Zweikämpfe wurden intensiver geführt, die Pässe fanden ihr Ziel und der Glaube kehrte zurück. Es war Samuel Adeniran, der in der 34. Minute den Knoten platzen ließ. Nach einer maßgenauen Flanke stand er im Zentrum völlig ungedeckt und schlenzte den Ball mit dem Kopf über den schlecht stehenden Torwart zum 1:1 ins Netz. Ein Treffer, der das Stadion explodieren ließ und das Spiel wieder auf null stellte. Alles war wieder offen zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich ein anderes Bild. Der LASK war nun die tonangebende Mannschaft, drängte auf die Führung und erspielte sich Chance um Chance. Der Lohn für die Mühen folgte in der 69. Minute: Nach einem klaren Foul im Strafraum zeigte der Schiedsrichter nach kurzem Check durch den Video-Assistenten auf den Punkt. Moses Usor übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter souverän zur mittlerweile verdienten 2:1-Führung.
Was folgte, war eine Abwehrschlacht bis zur letzten Sekunde. Die angezeigten sechs Minuten Nachspielzeit wurden zur Nervenzerreißprobe für Spieler und Fans. Die Austria warf alles nach vorne, doch die Linzer Defensive hielt dem Druck stand. Als der Schlusspfiff in der 99. Minute endlich ertönte, war die Erleichterung grenzenlos. Mit einer enormen Willensleistung hat sich der LASK diesen Sieg verdient und den so wichtigen Befreiungsschlag gelandet. Die ersten drei Punkte sind auf dem Konto – ein Sieg für die Moral und ein klares Zeichen an die Konkurrenz.









