Derby-Drama im Cup: LASK dreht 0:2-Rückstand gegen Blau-Weiß
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Nach 0:2-Schock: LASK kämpft sich im Derby ins Cup-Finale
Linz. Es war ein Abend, an dem der LASK sprichwörtlich beinahe ausgerutscht wäre, nur um am Ende doch noch standhaft zu bleiben. In einem hochemotionalen Halbfinale des ÖFB-Cups setzten sich die Athletiker am Samstagabend gegen den Stadtrivalen FC Blau-Weiß Linz mit 3:2 durch. Dabei sah es in der Anfangsphase so aus, als würde der Außenseiter unter Neo-Trainer Michael Köllner die Raiffeisen Arena im Sturm erobern.
Kaltstart für die Kühbauer-Elf
Die Partie war kaum angepfiffen, da lag der Favorit bereits am Boden. Blau-Weiß Linz startete aggressiv, gallig und vor allem effizient. Bereits in der 2. Minute nutzte Isak Dahlqvist die Unordnung in der LASK-Defensive nach einem Einwurf und hämmerte den Ball per Direktabnahme zur frühen Führung in die Maschen.
Der LASK wirkte geschockt, fand keine Mittel gegen das tief stehende, aber schnell umschaltende Tabellenschlusslicht der Bundesliga. Es kam noch dicker für die Schwarz-Weißen: In der 18. Minute bediente Thomas Goiginger den völlig freistehenden Shon Weissman, der per Volley auf 0:2 stellte. Zu diesem Zeitpunkt schien der Finaltraum der Hausherren in weite Ferne gerückt.
Kalajdzic als Lebensversicherung
Dass der LASK nicht mit einem aussichtslosen Rückstand in die Kabine musste, lag an der individuellen Klasse von Sasa Kalajdzic. Nachdem die Offensive um den glücklosen Adeniran mehrere Chancen liegen ließ, nahm Kalajdzic das Heft in die Hand. In der 35. Minute zirkelte er den Ball aus gut 20 Metern sehenswert zum 1:2-Anschlusstreffer ins Tor. Ein Treffer, der als Weckruf diente, auch wenn die erste Hälfte mit hitzigen Szenen und Gelben Karten für Fofana und Kalajdzic endete.
Bello und Usor drehen das Spiel
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich ein völlig anderes Bild. Blau-Weiß Linz zog sich fast vollständig zurück, während der LASK wütend anrannte.
Der Ausgleich lag in der Luft und fiel schließlich in der 57. Minute. George Bello, der auf der linken Seite unermüdlich arbeitete, vollendete eine Kombination über Kalajdzic und Horvath eiskalt ins lange Eck zum 2:2. Sinnbildlich für den Einsatz der Linzer war dabei die Körpersprache von Bello, der – wie auf unseren Bildern zu sehen – keinen Ball verloren gab und sich wortwörtlich in jeden Zweikampf warf, um das Spiel zu kippen.
Den Schlusspunkt in diesem dramatischen Derby setzte schließlich ein „Joker“. Der eingewechselte Moses Usor wurde in der 83. Minute von einer Kalajdzic-Vorlage perfekt bedient. Usor behielt vor BW-Keeper Nico Mantl die Nerven, umkurvte den Schlussmann und schob zum viel umjubelten 3:2 ein.
Der LASK brachte die Führung über die Zeit und steht damit im Cup-Finale, während Blau-Weiß Linz trotz einer bärenstarken Anfangsphase mit leeren Händen dasteht.







