Debütanten-Ball im Happel-Stadion: Österreich zerlegt Ghana im WM-Test mit 5:1
Inhaltsverzeichnis
- Sabitzers makellose Elfmeter-Bilanz
- Rangnicks Rotationsmaschine bringt frischen Wind
- Chukwuemeka krönt seinen Einstand
- Rekordjagd geht weiter
Traumstarts und ein Offensivfeuerwerk: Österreich überrollt Ghana mit 5:1
Die österreichische Fußballnationalmannschaft hat den Auftakt in das WM-Jahr 2026 eindrucksvoll gemeistert. Vor rund 40.000 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion feierte die Elf von Teamchef Ralf Rangnick einen hochverdienten 5:1-Erfolg gegen harmlose Gäste aus Ghana. Neben dem klaren Ergebnis standen vor allem die vielversprechenden Debüts von Paul Wanner und Carney Chukwuemeka im Fokus.
Es war der erhoffte kontrollierte Start in eine intensive Vorbereitungsphase auf die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Gegen die von Otto Addo trainierten “Black Stars” aus Ghana demonstrierte Österreich eine souveräne Spielanlage, auch wenn die ganz große Intensität in den ersten 45 Minuten noch fehlte. Bei noch winterlichen Temperaturen in der Hauptstadt übernahm das ÖFB-Team früh das Kommando, tat sich gegen tief stehende Gäste jedoch zunächst schwer, zwingende Chancen aus dem Spiel heraus zu kreieren.
Sabitzers makellose Elfmeter-Bilanz
So musste eine Standardsituation als Dosenöffner herhalten. Nach einem Handspiel von Jonas Adjetey, der einen Kopfball des aufgerückten Kevin Danso regelwidrig blockte, zeigte der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt. Kapitän Marcel Sabitzer übernahm die Verantwortung und verwandelte humorlos ins linke Eck (12.). Für den Mittelfeldakteur war es der fünfte Treffer im fünften Elfmeter-Versuch im Nationalteam – eine beeindruckende 100-Prozent-Quote.
Ghana, das mit Premier-League-erfahrenen Akteuren wie Thomas Partey, Antoine Semenyo und Altstar Jordan Ayew angetreten war, blieb offensiv weite Strecken der ersten Halbzeit blass. Österreich kontrollierte das Geschehen, ohne jedoch ein Offensivfeuerwerk abzubrennen. Lediglich Christoph Baumgartner zwang den ghanaischen Schlussmann Lawrence Ati Zigi kurz vor dem Pausenpfiff noch zu einer Glanzparade.
Rangnicks Rotationsmaschine bringt frischen Wind
Zur zweiten Halbzeit nutzte Ralf Rangnick das Testspielkontingent voll aus und brachte gleich fünf frische Kräfte, darunter Bayern-Leihgabe Paul Wanner, der sein lang ersehntes Debüt im rot-weiß-roten Dress feierte, sowie Torhüter Florian Wiegele. Die Wechsel belebten das Angriffsspiel der Hausherren spürbar.
Binnen weniger Minuten schraubte Österreich das Ergebnis in die Höhe. Zunächst bediente Sabitzer nach einem präzisen Diagonalball von Wanner den freistehenden Michael Gregoritsch, der nur noch einschieben musste (51.). Wenig später trug sich Stefan Posch nach einer Maßflanke des agilen Wanner und unfreiwilliger Kopfballverlängerung von Gregoritsch per Kopf in die Torschützenliste ein (59.).
Chukwuemeka krönt seinen Einstand
Auch wenn Ghana durch einen wuchtigen Treffer von Jordan Ayew (77.) aus dem Nichts noch einmal auf 1:3 verkürzen konnte, ließ sich Österreich nicht aus dem Rhythmus bringen. Im Gegenteil: Die Schlussphase gehörte einem weiteren Debütanten. Der in der 61. Minute eingewechselte Carney Chukwuemeka leitete einen sehenswerten Angriff selbst ein, vollendete nach einem Doppelpass mit Sabitzer eiskalt mit dem linken Fuß und krönte seinen Nationenwechsel mit einem Traumtor (79.).
Den perfekten Schlusspunkt unter einen gelungenen Fußballabend setzte schließlich Nicolas Seiwald. Der Mittelfeldmotor fasste sich in der Nachspielzeit aus dem Rückraum ein Herz und hämmerte den Ball nach Vorarbeit von Alexander Prass unhaltbar zum 5:1-Endstand in die Maschen (92.). Es war Seiwalds erster Treffer im Nationalteam. Neben Wanner, Chukwuemeka und Wiegele durfte in den Schlussminuten auch David Affengruber sein Debüt für das A-Team feiern.
Rekordjagd geht weiter
Mit diesem souveränen Auftritt baut Österreich seine beeindruckende Heimserie auf zwölf ungeschlagene Spiele in Folge aus. Bereits am kommenden Dienstag hat die Rangnick-Elf im nächsten Testspiel gegen Südkorea die Möglichkeit, diese Serie weiter zu verlängern und einen neuen historischen ÖFB-Rekord aufzustellen. Die Automatismen greifen, die Kaderbreite stimmt – das WM-Jahr hätte für Rot-Weiß-Rot kaum besser beginnen können.














